Ausbildung zum Industriekaufmann

5 Dinge, die du vorher wissen solltest

GLOBALFOUNDRIES gehört mit derzeit ca. 3500 Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern Dresdens. Die sogenannte Fab 1 – unsere Fabrik – ist der modernste Halbleiterstandort in ganz Europa. Bis heute wurden in das Werk über 11 Milliarden US-Dollar investiert. Doch das ist noch nicht alles: insgesamt werden pro direktem Job bei GLOBALFOUNDRIES noch einmal 1,5 indirekte Jobs bei externen Firmen erstellt, welche bei uns vor Ort tätig sind. Bevor du dich bei einem so großen Unternehmen bewirbst, ist es gut, einige Sachen zu wissen.

Dieser Artikel soll eine kleine Entscheidungshilfe für dich sein. Ich möchte dir aufgrund meiner eigenen Erfahrungen 5 Dinge mit auf den Weg geben, die wissenswert sind, wenn du dich für die Ausbildung zum / zur Industriekaufmann / Industriekauffrau bei GLOBALFOUNDRIES interessierst.

 

1. Großunternehmen funktionieren anders als mittelständische oder kleine Betriebe

5 Dinge, die du vor deiner Ausbildung bei GLOBALFOUNDRIES wissen solltest
5 Dinge, die du vor deiner Ausbildung bei GLOBALFOUNDRIES wissen solltest

In einem Großunternehmen kann es schon einmal chaotisch zugehen. Es gibt eine Menge verschiedener Abteilungen, Zuständigkeitsbereiche, Regeln und Prozessabläufe. Das kann für einen neuen Azubi schon mal zur Herausforderung werden. Wenn du das gesamte Unternehmen kennenlernen möchtest, wirst du während deiner Ausbildung mindestens 10 Abteilungen durchlaufen. Dabei musst du dir in den einzelnen Fachbereichen, wie z.B. dem Einkauf oder der Logistikabteilung, innerhalb kurzer Zeit das nötige Fachwissen aneignen.

In kleineren Betrieben ist das oft anders, sie sind oft überschaubarer. Nicht selten sind dort mehrere Abteilungen zusammengelegt und jeder Mitarbeiter ist für einen eigenen, abgegrenzten Fachbereich zuständig. Du solltest vorher also darüber nachdenken, ob du in einem Großunternehmen arbeiten möchtest, in dem es jeden Tag etwas neues zu lernen gibt oder in einem kleinen Betrieb, dessen Funktion du innerhalb kurzer Zeit verstehen und in dem du schnell eine Arbeitsroutine entwickeln wirst.

2. Interesse für Halbleiter

Vor dem Beginn meiner Ausbildung hatte ich keine Ahnung, was ein Wafer eigentlich ist. Ich wusste nur, dass GLOBALFOUNDRIES „irgendwas mit Mikrochips“ macht. Die Ausbildung findet allerdings nicht nur im Büro statt. Als Azubi  wirst hin und wieder in der Produktion sein und im Alltag mit Prozessabläufen und Fachbegriffen zu tun haben. Deshalb solltest du auch ein wenig technisches Interesse mitbringen. Keine Sorge, auch Physik- und Chemiemuffeln wie mir macht das Ganze Spaß!

3. Englischkenntnisse sind unverzichtbar

GLOBALFOUNDRIES ist eine multikulturelle Firma. Bei uns arbeiten Fachkräfte aus mehr als 50 Ländern. Die englische Sprache ist ein fester Bestandteil des Firmenalltags. Zumindest Grundkenntnisse in Englisch sind deshalb unentbehrlich. Im Arbeitsalltag wirst du die Gelegenheit haben, deine Sprachkenntnisse zu verbessern.

4. Ein enormer Input während der Ausbildung

Wie bereits angedeutet, gibt es bei GLOBALFOUNDRIES jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Du wirst das gesamte Unternehmen kennenlernen und dabei eine Menge an Wissen erlangen. Deshalb solltest du Interesse und eine gute Aufnahmefähigkeit mitbringen. Und am allerwichtigsten: immer ein Notizbuch dabei haben!

5. Es kann eine Weile dauern, bis du in der Firma ankommst

AusbildungBei GLOBALFOUNDRIES benötigst du eine längere Eingewöhnungs- bzw. Orientierungsphase. Wenn sich Mitarbeiter unterhalten und dir Begriffe wie „Cycle Time“ und „Front End of Line“ um die Ohren fliegen, wirst du zunächst einmal nur Bahnhof verstehen. Das ist aber völlig normal und alle Leute hier werden dich dabei unterstützen, im Unternehmen Fuß zu fassen. Nach und nach werden sich neue Informationen immer besser wie Puzzleteile zusammenfügen und es wird sich ein Gesamtbild der Firma für dich ergeben.

Für mich selbst war übrigens die Orientierung bei uns im Gebäude eine Herausforderung. Unsere Räumlichkeiten sind riesig und gleichen einem Labyrinth, wenn man sich noch nicht auskennt. Ich habe ca. ein halbes Jahr benötigt, bis ich mich ohne Probleme zurechtgefunden habe. Wenn du dich hier einmal verlaufen solltest, helfen dir andere Mitarbeiter aber gern weiter, denn sie kennen dieses Problem nur zu gut :).

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