„Ein guter Ausbildungsbetrieb bietet eine Perspektive“

Ein großes Thema in der Öffentlichkeit ist derzeit der Fachkräftemangel in der Wirtschaft. Dabei wird das Augenmerk immer häufiger auf eine qualitative hochwertige Ausbildung gelenkt. Zu diesem und noch einigen anderen interessanten Themen steht unser HR Director Olaf Drillisch-Saathoff Rede und Antwort.

 

 

Personalleiter Olaf Drillisch-Saathoff
Personalleiter Olaf Drillisch-Saathoff

Was bedeutet Ausbildung für Sie?

Ich habe selbst meine berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung begonnen, Abschluss Schlosser. Nachdem ich mein Abitur absolvierte, folgte ein BA-Studium. Später habe ich noch einen Master in BWL mit dem Schwerpunkt Personal absolviert. Außerdem besitze ich selbst einen Ausbilderschein. Aus Sicht des Unternehmens bedeutet Ausbildung eine Investition in die Zukunft!

Was macht aus Ihrer Sicht einen guten Ausbildungsbetrieb aus?- Wo sehen Sie Vorteile gegenüber anderen Firmen?

Ein guter Ausbildungsbetrieb ist aus meiner Sicht einer, der neben einer guten Ausbildung auch danach eine Perspektive bietet. Ich bin seit Juni bei GLOBALFOUNDRIES und hier ist mir besonders die engagierte Ausbildungsabteilung aufgefallen sowie die vielen Möglichkeiten wie z. B. eine Lehrwerkstatt, die unseren Azubis geboten werden.

Was denken Sie – Wie wird sich die duale Berufsausbildung entwickeln?

Das duale Berufsausbildungssystem ist eine Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs Deutschlands, den andere Länder zu übernehmen versuchen. Die Inhalte werden zunehmend komplexer, weil Maschinen immer mehr einfachere Tätigkeiten übernehmen. Dennoch gibt es nach wie vor einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften wie beispielsweise Mechatronikern oder Technikern in den Bereichen Instandhaltung und Wartungstechnik etc. In Zukunft werden die Menschen dafür zuständig sein, Maschinen zu koordinieren und deren Funktionalität zu gewährleisten.

Welche Berufe sehen Sie in der Zukunft eher und welche werden Ihrer Meinung nach aussterben?

Wie bereits genannt gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften, wie etwa Technikern und Mechatronikern. Das System muss sich zukünftig wie heute an die Nachfrage anpassen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Ausbildung zum Schlosser, welche heute eher als die Ausbildung zum Industriemechaniker bekannt ist. Heute beinhalten technische Ausbildungen im Gegensatz zu früher viele elektronische Elemente, aber auch Steuerungselemente. Das kann man auch an unserer Fab sehen. Vor 20 Jahren wurden die FOUPS im Reinraum von Hand transportiert. Heute haben wir dafür eine Art Autobahn, welche die FOUPS automatisch zu ihrem Zielort bringt.

Könnten Sie kurz etwas über sich persönlich erzählen?

Ich bin verheiratet, habe 3 Kinder und wir wohnen in Moritzburg. Seit über 20 Jahren bin ich im Personalbereich und davon ca. 15 Jahre in der Halbleiterindustrie tätig. Freizeit verbringe ich mit der Familie oder mit Sport – Laufen und Radfahren aktiv, Fußball und Volleyball an der Seitenlinie oder vor dem Fernseher.

Was war die beste Entscheidung in Ihrer beruflichen Laufbahn?

Eine beste Entscheidung kann ich nicht benennen, es gibt viele gute, an die ich mich erinnern kann und auch weniger gute… Eine der besseren war sicherlich die, hier bei GF anzufangen.

Was war früher Ihr liebstes Schulfach?

Geografie – seinerzeit, als ich zur Schule ging, durften wir nicht so weit verreisen. Die Reisen habe ich dann immer auf der Landkarte unternommen. Heute hole ich das im echten Leben nach….

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?

Für mich ermöglicht gute Personalarbeit eine gesunde Balance zwischen den Interessen der Mitarbeiter, dem Kunden und dem Eigentümer. Mit anderen Worten: ein attraktiver Arbeitgeber mit soliden Finanzen, der dem Kunden Qualität liefert. Das ist mein Ansporn, das macht mir Freude und gibt Motivation. Das ist nicht immer einfach, es erfordert Ausdauer und Geduld, einander zuzuhören und Brücken zu bauen. Viel Freude habe ich auch bei der Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen.
Dieser Text wurde verfasst von Lilly Bartow, Industriekauffrau im dritten Lehrjahr.