Teil für Teil fügt sich alles zu einem Bild zusammen

Jakob Mathe, 25 Jahre jung, schloss erst sein Studium der Internationalen Beziehungen erfolgreich ab, lebte ein Jahr in Prag, bevor er sich für eine Ausbildung als Industriekaufmann bei Globalfoundries in Dresden entschied.

Jakob Mathe, Industriekaufmann

Jakob bezeichnet sich selbst als international interessierten Menschen, der schon immer viele internationale Freunde hatte. “Ich entschied mich für eine Ausbildung, da mir im Studium die Nähe zur Praxis gefehlt hat”, erklärt Jakob. “Ich wollte mir ein fundiertes Wissen über die Betriebswirtschaftslehre aneignen, aber das ganze praxisorientiert, in Form einer Ausbildung.” Die Größe und Internationalität von Globalfoundries haben Jakob bewogen, sich vor drei Jahren in der Fab 1 zu bewerben.

Als Industriekaufmann gehört Jakob zu einer “Minderheit”, denn grundsätzlich sind unter den Azubis in Fab 1 mehr Vertreter der technischen Berufe zu finden.

Jakob betont dennoch gerne die Möglichkeiten, die ihm hier, in diesem Ausbildungsberuf, geboten werden. “Im Gegensatz zu Kollegen in mittelständischen Ausbildungsbetrieben durchlaufe ich 13 Abteilungen während meiner Ausbildungszeit und bekomme so einen abwechslungsreichen und vielfältigen Einblick.” Er bekommt während seiner Ausbildung viele Facetten zu sehen und kann so eine Vielzahl an Erfahrungen sammeln. “Ich habe vor allem positive Erfahrungen während meiner Rotation durch verschiedene Abteilungen gemacht.” Als Herausforderungen sieht Jakob das immer wieder neue Einarbeiten in den Abteilungen, in denen er dann meist nur kurz präsent ist. Um die bestmögliche Erfahrung zu sammeln, ist vor allem Eigeninitiative und Engagement wichtig. Ebenso solle man ohne Furcht auf Menschen zu gehen können, Ausdauer zeigen und nicht aufgeben. Die anfängliche Orientierung ist schwer aber machbar. “Im Laufe der Ausbildung habe ich immer mehr Verständnis für die Firma entwickelt und Teil für Teil fügt sich alles zu einem großen Bild zusammen.”

Jakob schätzt die Arbeit in zwei Sprachen. Sowohl Deutsch als auch Englisch sind feste Bestandteile seines Arbeitsalltags. Zwar hat er im Gegensatz zu seinen Erwartungen wenig Kontakt zu internationalen Mitarbeitern, aber sämtlicher Schriftverkehr findet in zweisprachiger Ausführung statt. Englisch nimmt somit eine wichtige Funktion im Arbeitsleben an.

Prinzipiell sind die Azubis zum/zur Industriekaufmann/-frau im ersten und zweiten Lehrjahr ein bzw. zwei Tage in der Schule und im letzten Lehrjahr nur noch einen Tag. Im Gegensatz zu den technischen Ausbildungen findet also kein Blockunterricht statt. Neben der normalen 40 Stunden Woche kümmern sich die Azubis noch um anfallende Schularbeiten und müssen lernen. Das zu bewältigende Pensum ist dementsprechend nicht zu unterschätzen.

Gerade in den ersten Monaten kann einem alles sehr viel erscheinen und stressig werden, aber das pendelt sich alles ein und ist Gewöhnungssache. Vor allem die Einführungswoche hat Jakob als “überwältigend” in Erinnerung behalten, denn die Neuankömmlinge werden “abgefüllt” mit neuen Informationen, die dann erstmal sacken müssen.

Als Fazit erklärt Jakob, dass sich während seiner Ausbildung das Interesse für Technik und die Halbleiterindustrie weiterentwickelt hat.

Einige Tipps von Jakob:

Seid flexibel! Ihr arbeitet in einem großen Unternehmen und gerade deshalb sind Ausbildungsinhalte der Schule manchmal nicht eins zu eins übertragbar. Ihr werdet mehr und vor allem komplexere Zusammenhänge bei Globalfoundries erlernen als in kleinen und  mittelständischen Ausbildungsbetrieben.

Seid kommunikativ! In einem so großen Unternehmen ist Kommunikation extrem wichtig.

Jakob wünscht Euch viel Erfolg und alles Gute bei Eurer Ausbildung!

Dieser Text wurde verfasst von Carolin Lewitzka, Praktikantin der Kommunikationsabteilung.

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